Waldführung im Schongauer Stadtwald Forchet

Am Samstag, den 13. Juni 2015, trafen sich an der Beluk-Schranke, 3 Wühlmäuse und
2 Betreuerinnen mit dem Revierförster Michael Lang.

 



Nach der Begrüßung machte Herr Lang mit uns erstmal ein Spiel, bei diesem Spiel hatte er verschiedene Blätter auf einem Tuch ausgebreitet. Wir durften die Blätter von Bäumen und Pflanzen eine Minute genau betrachten, bevor er sie mit einem zweiten Tuch abdeckte. Nun mussten wir in der näheren Umgebung die Blätter finden. Das war gar nicht so leicht, da sich einige ziemlich ähnlich sahen. Zu jeder Blattart hatte er etwas Spannendes zu erzählen.

 

Nach dieser Einführung gingen wir nun einen Waldweg entlang und er zeigte uns die verschiedenen Baumarten.

 

Warum man heute die Forstwirtschaft anders betreibt wie noch vor 50 Jahren. Damals war die Forstwirtschaft auf den schnellen Profit mit Fichten ausgerichtet. Es wurde nur die schnell wachsende Fichte in Monokultur sehr eng gepflanzt. Doch durch den Klimawandel ist es besser, wenn eine Mischkultur aus Laub- und Nadelbäumen gepflanzt wird. Es ist auch gewinnbringender, denn man kann auf die Holzmarktsituation besser reagieren. Auch ist eine Mischkultur gegen die Wetterereignisse besser gewappnet. Denn beim letzten Sturm wurden reine Fichtenwälder viel stärker in Mitleidenschaft gezogen als Mischwälder.

 

 



Der Boden ist natürlich auch entscheidend für die Anpflanzung von Bäumen. Um herauszufinden wie die Bodenbeschaffenheit ist, hatte Herr Lang für uns schon ein Kerneisen und einen großen Hammer bereit gelegt.

 

Unsere zwei Burschen durften dann auch ihre Muskelkraft unter Beweis stellen, in dem sie das Eisen mit dem Hammer tief in den Waldboden klopfen durften.

 

Anschließend wurde mit etwas Salzsäure beim Bohrkern geprüft, ob die Erde sie tonig (sauer) oder kalkig ist.

 

Danach setzten wir unseren Waldrundgang fort. Wir durften noch den Wald spielerisch durchforsten.

 

Wir mussten im Jungholz (Kinderstube des Waldes) entscheiden, welchen Baum wir erhalten wollen und welche Bäume dafür geopfert werden müssen, damit der Baum den man erhalten möchte mehr Platz und Licht zur Entwicklung bekommt.

 





Bewaffnet mit einer Handsäge und viel Muskelkraft durfte jeder einen „kleinen Baum fällen“.

 

Am Ende wurde noch ein Spiel der Sinne gemacht. Einem wurden die Augen verbunden und der Partner führte ihn an einen Baum, der Blinde musste den Baum abtasten wie sich die Rinde anfühlt und wie der Stamm gewachsen ist, unter Umwegen wurde er von dem Baum wieder weggeführt. Danach musste der zuvor Blinde seinen erfühlten Baum wieder finden. Wir haben es alle geschafft. Wir bedankten uns bei Herrn Lang noch mit einen Glas „Hohenfurcher“ Honig für die tolle interessante Waldführung.

 

Zum Abschluss gab es dann für uns noch ein Eis beim MC-Donald’s, bevor es nach Hause ging.