Gärtnereiführung Engler

...es war einmal...oder wie soll ich die märchenhafte Erfahrung in der Schongauer Gärtnerei Engler & Friesch noch mit anderen Worten beschreiben? ...ich weiß es nicht...Aber zunächst berichte ich von den Fakten. Am 28. Juni 2008 gegen 14 Uhr versammelten sich 13 Personen von unserem Verein und eine Frau Babsi Hoheisl aus dem Peitinger Obst- und Gartenbauverein in der „Ahnenecke“ bzw. im Ahnengarten der Gärtnerei um den Ausführungen von Sabine Friesch zu folgen.

 

Nachdem wir sowohl von Sabine als auch von Rainer Engler begrüßt worden waren, fragten sie uns welchen Schwerpunkt und welche Fragen uns am Herzen lägen. Die einstimmige Entscheidung aller lautete: „ Heilpflanzen“.

Nichtsdestotrotz tat uns Sabine das Geheimnis ihrer Gärtnerei kund, das da lautet:

„Wir tun nichts gegen Krankheiten und Schädlinge, sondern alles mögliche für die Pflanze.“

Und das gerade und vorallem, weil wir eine Naturlandgärtnerei sind.

 

So erfuhren wir sehr viel Wissenswertes über die Heilkräfte der Pflanzen: Salbei, Borretsch, Weinraute, Kapuzinerkresse....und ...und...

Wir wurden darauf hingewiesen, dass man sehr viele Blüten essen kann, vor allem die lila Blütenblätter des Schnittlauchs dekorativ über den Salat gestreut, ist sowohl ein Hingucker als auch gesund für Geist und Seele.

Des Weiteren ermutigte uns Sabine nicht alles Unkraut bzw. Beikraut den Gar auszumachen, denn viele „Unkräuter“ unterstützen bzw. fördern das Wachstum unserer Kulturpflanzen. Es gibt einen guten Grund, warum bestimmte Beikräuter vermehrt auftreten und wollen uns damit etwas zeigen. Indem wir genau beobachten und hinterfragen kommen wir der Lösung der Probleme näher.

Begeistert führte uns Sabine durch den Außenbereich und ließ uns wieder wertvolle Informationen zukommen.

 

So lauschten wir größtenteils im Schatten ihren Erzählungen zum Feuerritualplatz, besuchten das pflegeintensive Weidenhaus und landeten zum Schluss im Reich der Düfte.
Nahezu orientalisch anmutend endete diese Führung für jeden von uns mit einem heißen Minzgetränk in der Hand und vom Geist der Welt entrückt, so jedenfalls empfand ich es.
Nach der herzlichen Einladung von Sabine doch wieder zu einem „neuen“ Thema in die Gärtnerei Engler& Friesch zu kommen, bekam jeder noch ein blumiges Abschiedsgeschenk ( Blüten sind wiederum eßbar! ) mit.

 

Insgesamt war es ein sagenhafter Nachmittag, bei dem für manchem auch die Bewegung nicht fehlte, denn es gab das Angebot gemeinsam nach Schongau hin und zurück zu radeln.
Durch ein Missverständnis war es uns leider nicht gegönnt, Kaffee und Kuchen im Cafe zu geniessen.