Eine neue Brücke für Hohenfurch

In den vergangenen Monaten beschäftigten sich die Dorfentwicklung, die Teilnehmergemeinschaft Hohenfurch und der Gemeinderat immer wieder und intensiv mit der Frage der Notwendigkeit sowie der möglichen Ausführung einer neuen Brücke über die Schönach. Etliche Sitzungen, Besichtigungen vor Ort und in anderen Gemeinden wurden abgehalten um eine optimale Lösung zu finden.

 

Am 2. Februar wird ein Vor-Ort-Termin mit den betroffenen Anliegern stattfinden.

 

Die Meinungen in der Bevölkerung über die Notwendigkeit einer neuen Brücke als Ersatz für die bisherigen zwei Brücken im Unterdorf auf Höhe der Kinsauer Straße sind sicherlich geteilt. Fest steht jedoch, dass aufgrund von Untersuchungen des Landratsamtes ein Ersatz für die stark geschädigte Bogenbrücke geschaffen werden muss.

 

In einer öffentlichen Informationsveranstaltung wurde die Bevölkerung nun über den Stand der Planungen unterrichtet. Es wurden einige Bedenken, insbesondere der direkten Anlieger, vorgetragen, sowie Vorschläge zur Verbesserung der Planung eingebracht. Die anwesenden Fachleute standen den 55 interessierten Bürgern für Fragen zur Verfügung. Herr Christ vom Landratsamt erläuterte die technische Planung des Brückenbauwerks. Herr Dr. Rimböck vom Wasserwirtschaftsamt beschrieb die hydraulischen Notwendigkeiten. Insbesondere stellte sich ihm im Laufe der Planungen die Frage, wie viel Wasser im Extremfall unter einer neue Brücke durchpassen muss, damit möglichst wenig Schaden im Umfeld auftritt. Architekt Peter Kern schließlich stellte die Planung rund um die neue Brücke vor, denn der starre Lauf der Schönach im Betonbett der 70er Jahre soll nun naturnaher gestaltet werden. Bürgermeister Karl-Heinz Gerbl und Hans Schönberger, Vorsitzender der Teilnehmergemeinschaft Hohenfurch, standen ebenfalls für Fragen zur Verfügung.

 

Die neue Brücke wird nach derzeitigem Planungsstand als Ersatz für die schadhafte Bogenbrücke sowie die zu tief gebaute schräg verlaufende Brücke entstehen. Der Unterzug der schrägen Brücke behindert zu schnell den Fluss der Schönach bei Hochwasser.

 

Im Lauf der Planungen ist die Brücke immer wieder vergrößert und verkleinert worden. Jetzt bietet sie einen guten Kompromiss. Sie ist groß genug, um den üblichen täglichen Verkehr einschließlich normaler Lastkraftwagen zu bewältigen, passt optisch aber immer noch in den dörflichen Rahmen. Hierfür wurden im Nachgang zur Informationsveranstaltung auch die Kurvernradien der nördlichen Seite der Brücke weiter gestaltet. Lediglich extreme Langholzfuhrwerke müssen zukünftig einen Umweg über die Holzgasse auf sich nehmen.

 

Im Zuge der Arbeiten soll das Bett der Schönach verbreitert werden, um zum einen ein größeres Volumen für den Notfall zu bieten und zum anderen eine naturnahere Gestaltung des Umfeldes zu ermöglichen. Dies ist eine der gewünschten Maßnahmen, die die Bevölkerung beim Start der Dorfentwicklung in Hohenfurch wünschte.. Insbesondere auf die Bedürfnisse der Anlieger um die Brücke herum ist man intensiv eingegangen. Die Höhe der angrenzenden Straßen werden so gestaltet, dass kein Regenwasser und bis zu einem gewissen Grad auch kein aus der Schönach heraustretendes Wasser in die Privatgrundstücke fließen kann.