Ausgabe 58                                                            Sept. 2004

 

Liebe Mitbürgerinnen,

liebe Mitbürger!

 

Nach einer längeren Pause erhalten Sie wieder das gemeindliche Informationsblatt. Der Grund dafür sind nicht Ermüdungserscheinungen des Schreiberlings, vielmehr sind die Themen nicht mehr so vielfältig wie z.B. zur Zeit des Kanalbaues. Denn die schwachen Kommunalfinanzen erlauben keine großen Sprünge, damit ist auch das Themenangebot nicht mehr so reichhaltig.

 

 

 

 
 

Renovierung der Ursula - Kapelle

 

Der Weg bis zum Beginn der Renovierung unserer Ursula-Kapelle gestaltet sich noch mühsamer, als wir es ohnehin angenommen hatten. Die Herren Baab (Bauingenieur) und Pfister (Kirchenmaler) hatten im Frühjahr eine Kostenschätzung erstellt, damit wir eine Förderung und den für uns genauso wichtigen vorzeitigen Maßnahmebeginn für die Kapellenrenovierung beantragen konnten. Das Ergebnis der Kostenschätzung wurde am 20.04.2004 den Mitgliedern des Fördervereins bei deren Versammlung im Schönachhof präsentiert.

 

Am 23.06.2004 fand ein Ortstermin mit Dr. Könner vom Landesamt für Denkmalpflege, den Herren Wölfle und Albrecht vom Landratsamt sowie den Herren Pfister und Baab und Bürgermeister Gerbl statt. Das Thema war auch hier die Frage, wann wir mit der Renovierung beginnen können.

 

Dr. Könner meldete sich am 27.07.2004 telefonisch bei der Gemeinde und erklärt, die Gemeinde bekäme für die Renovierung in keinem Fall die beantragten 45.000.- €, da nur ein Betrag dieser Höhe für den gesamten Landkreis zur Verfügung steht. Er könne nur einen Betrag von höchstens 10.000.- €; in Aussicht stellen. Deswegen bittet er die Gemeinde zu überlegen, ob sie nicht über den sog. Entschädigungsfonds einen Zuschussantrag stellen will. Über den Entschädigungsfonds könnte die Gemeinde bis zu 70.000.- €; bekommen. Die Voraussetzungen für einen Zuschuss aus dem Entschädigungsfonds sind:

 

1. Herausragende Bedeutung des Bauwerkes

 

2. Das Gebäude ist in der Substanz gefährdet (Risse in der Wand, Deckenschäden usw.)

 

3. Der Gemeinde kann nicht zugemutet werden, die Renovierung alleine zu finanzieren.

 

Nach der Einschätzung von Dr. Könner wären bei der Ursula-Kapelle alle drei Voraussetzungen zu bejahen. Es müsste aber in jedem Fall die Haushaltssituation der Gemeinde Hohenfurch vom Kreisrechnungsprüfungsamt geprüft werden.

 

Also haben wir in Absprache mit dem Landratsamt als untere Denkmalschutzbehörde einen Antrag auf Bezuschussung der Renovierung über den Entschädigungsfonds gestellt.

 

Damit haben wir jedoch wieder keine Erlaubnis, um mit den Arbeiten beginnen zu können, weil dieses Zuschussprogramm zusätzlich über das Kultusministerium läuft und eine Bearbeitungszeit von mindestens 4 Monaten zu erwarten ist.

 

 

 

Nach oben

 

Papiersammlung

 

Im Märzheft diesen Jahres haben wir Auszüge aus dem Sammelbericht des Landkreises dargestellt. Dabei wurde bemerkt, dass ein Rückgang der Zeitungsware (das ist das außerhalb des grauen Sackes, gebündelte Papier) von 34% im Jahre 1999 auf 31% im Jahr 2003 festzustellen ist. Offensichtlich sind die Bürger immer weniger bereit die Ware getrennt bereitzustellen, heißt es weiter. Diese Aussage trifft laut Aussage unserer Sammler nicht, oder nur in geringem Umfang zu. Sie beobachteten nämlich wie ganze Straßenzüge kein Zeitungspapier zur Abholung bereitstellen und nur Kartonagen zur Entsorgung daliegen. Vermutlich wird das Zeitungspapier privat entsorgt, bzw. verkauft. Es könnte auch sein, dass fremde Sammler die Gelegenheit nutzen und nur das lukrative Zeitungspapier mitnehmen.

 

Unsere Vereine sind damals bei der Entscheidung, die Papier und Pappesammlung zu übernehmen, davon ausgegangen, auch die etwas mehr Geld bringende Zeitungsware zu bekommen. Sollte sich der Trend des immer weniger werdenden Zeitungsanteiles fortsetzen, so ist es nur eine Frage der Zeit bis sich die Vereine von dieser Arbeit verabschieden. Als Folge würde ein kommerzieller Entsorger vom Landkreis eingesetzt und die höheren Kosten werden auf die Gebühren umgelegt. Es zahlen dann, wie immer in solchen Fällen, alle zusammen die Zeche. Nur, weil ein paar Schlauberger sich die Rosinen herauspicken wollen.

 

Gebt also den Vereinen auch die Zeitungsware, es gibt gute Gründe dafür:

 

1. Sie unterstützen die Vereine, die mit ihrer Arbeit und dem Angebot an Freizeitgestaltung eine Menge für die Gesellschaft leisten.

 

2. Die Entsorgungskosten sind für den Landkreis deutlich günstiger und wirken sich dementsprechend auf die Gebühren aus.

 

Sollten Sie jedoch beobachten, dass fremde Sammler vor unseren Vereinen die begehrte Ware holen, so wäre es angebracht sie daran zu hindern oder wenigstens zu melden (Auto Nr. usw.), um dagegen etwas unternehmen zu können.

 

 

 

 

Nach oben

 

Veranstaltungstermine im Winterhalbjahr 2004/2005

Nach oben

 

Neubau der Schönachbrücke
im Bereich der Holzgasse

Über den geplanten Neubau der Brücke wurde schon mehrfach berichtet. Auch bei den Bürgerversammlungen ist dieses Thema behandelt worden. Außerdem wurde diese Maßnahme in die Projektliste der Dorfentwicklung aufgenommen und bei der Sonderbürgerversammlung zur Dorfentwicklung am 08.März 2002 unter 53 Vorschlägen für Maßnahmen im Dorf, an die 5. Stelle gewählt. Trotzdem besteht noch teilweise die Meinung, diese Maßnahme sei überflüssig und es wäre am besten, alles so zu belassen wie es ist.

 

Deshalb soll zur Erinnerung noch einmal zusammengefasst auf die Notwendigkeit der Durchführung der Baumaßnahme eingegangen werden.

 

Nach dem Pfingsthochwasser im Jahr 1999 wurden erhebliche und jetzt für jeden sichtbare Schäden an der Bogenbrücke durch das Landratsamt festgestellt.  Ein beauftragtes Ingenieurbüro hat in einem Gutachten Schäden am Brückenbogen und an den Fundamenten bestätigt und eine Generalsanierung, alternativ den Neubau einer Brücke, als unabdingbar empfohlen. Eine Kostengegenüberstellung hat ergeben, dass die Sanierung genauso teuer wird wie ein Brückenneubau. Im jetzigen Zustand ist die Belastung auf 3,5 to begrenzt.

 

Im Zuge einer Gesamtschönachbegehung wurde zusätzlich festgestellt, dass in großem Umfang die Ufermauern im Bereich der Brücken und bachaufwärts sanierungsbedürftig sind.

 

Also, sind folgende Probleme von der Gemeinde zu lösen:

 

1. Sicherstellung eines Übergangsverkehrs über die Schönach für Fahrzeuge aller gängigen Gewichtsklassen aus Richtung Süden im Zuge der Holzgasse in den Ortsbereich und in der Gegenrichtung.

 

2. Schaffung von übersichtlichen Verkehrsverhältnissen im Bereich Holzgasse /  Bräuweg / Schönachstrasse mit Einmündung der Kinsauer Straße.

 

3. Verbesserung des Hochwasserschutzes im Bereich Bogenbrücke  - Bräuwegbrücke - Fußgängerüberweg.

 

4. Vermeidung von Haftungsansprüchen die sich aus der Nutzung der schadhaften Brücke ergeben können.

 

5. Maßnahmen zur Sanierung der Ufermauern um Schadensausweitungen und damit höheren Kosten entgegen zu wirken.

 

Folgende Vorteile ergeben sich für die Gemeinde aus einem Brückenneubau verbunden mit der Schaffung eines geraden Überganges über die Schönach:

 

1. Es wird einen Schönachübergang für alle gängigen Fahrzeugklassen aus und zum nordöstlichen Ortsteil von Hohenfurch in Richtung Holzgasse besonders auch in Hinblick auf das Baugebiet Schafshalde geben.

 

2. Mit dem Bau einer Schönachbrücke  wird die durch 2 Brücken und 4 Zufahrtsstrassen bisher gegebene unübersichtliche Verkehrsführung aufgehoben, die Verkehrssicherheit wesentlich erhöht.

 

3. Da die neue Schönachbrücke mit einer größeren Spannweite ausgeführt wird, entsteht die Möglichkeit dort und später bachaufwärts den Bach auszuweiten und so den Hochwasserschutz zu erhöhen. Gleichzeitig können die als "hässlich" empfundenen Ufermauern, dort wo es möglich ist, durch eine abgestufte und optisch bessere Lösung neu gestaltet und dabei ein Zugang zur Schönach erreicht werden.  Im Falle einer Sanierung bestehen diese Möglichkeiten nicht, weil die Spannweite der Brücke nicht vergrößert werden kann.

 

4. Mit dem Neubau der Schönachbrücke trägt die Gemeinde auch dem Ergebnis der Abstimmung in der Sonderbürgerversammlung zur Dorfentwicklung am 08.März 2002 Rechnung, bei der unter 53 Vorschlägen für Maßnahmen im Dorf der Neubau einer Ersatzbrücke für die Bogenbrücke an die 5. Stelle gewählt wurde.

 

 

Finanzierung der Brücke mit Mitteln des Dorferneuerungsprogrammes:

 

Durch die Vorarbeit der Arbeitsgemeinschaft Dorfentwicklung Hohenfurch kann der Bau der Brücke mit 60 % gefördert werden.

 

In Anbetracht der Finanzlage von Keis, Bezirk und Land wird es in Zukunft kein Förderprogramm in dieser Höhe geben. Wir sollten also die Chance nutzen, denn wir müssen davon ausgehen, dass auch die Fördersätze für die Dorferneuerung niedriger werden.

 

Die Teilnehmergemeinschaft und die Gemeinde haben mit der Direktion für ländliche Entwicklung (DLE) für den Brückenbau eine Vereinbarung zur Sicherung des Fördersatzes von 60 % unterschrieben. Der Zuschuss ist uns also noch sicher.

 

Es ist allen Entscheidungsträgem klar, dass der 40%ige Gemeindeanteil nicht leicht zu bewältigen sein wird. Deshalb hat die Gemeinde bei der Direktion für ländliche Entwicklung eine auf   drei Jahre gestreckte Ratenzahlung beantragt, damit der Eigenanteil leichter aufzubringen ist. Dieser Antrag wurde leider abgelehnt.

 

Als Fazit bleibt:

 

Die Gemeinde muss in der Sache "schadhafte Bogenbrücke" handeln.

 

Folgende Alternativen gibt es:

 

1. Sperrung der Brücke: Dafür kann man zwar leicht die Verantwortung übernehmen, aber die Akzeptanz in der Bevölkerung ist in diesem Fall nicht zu erwarten.

 

2. Sanierung der Brücke mit gleicher Kostenhöhe wie ein Neubau: Diese Variante macht aus oben angeführten Gründen wenig Sinn und würde berechtigte Kritik auslösen.

 

3. Späterer Neubau mit ungewisser Zuschusshöhe: Abgesehen vom entgangenen Zuschuss, wird sich niemand bereit erklären die Verantwortung und damit die Schadensregulierung zu übernehmen, wenn in dieser Zeit die Brücke zusammenkracht und eventuell erhebliche Haftungsforderungen eintreten.

 

4. Neubau jetzt, mit 60%iger Förderung: Die weit fortgeschrittene Planung macht einen Baubeginn noch 2005 möglich. Natürlich muss die Gemeinde in diesem Fall ihren Anteil von 40% auf dem Kapitalmarkt beschaffen. Aber die Verschuldung hält sich im Vergleich zu anderen Gemeinden noch in Grenzen.

 

Liebe Bürgerinnen und Bürger, jetzt haben wir den Sachverhalt zusammengefasst und ausführlich dargestellt. Sie sehen das Thema ist nicht einfach, aber bei vernünftiger Abwägung aller Fakten, wird man nicht darum herumkommen, sich für den zukunftorientierten Neubau zu entscheiden.

 

Nach oben

 

Allgemeine Hinweise

 

Bäume und Sträucher:

 

Die von den Gärten auf Wege und Straßen heraushängenden Äste müssen vom Grundstückseigentümer selbst geschnitten werden. Wichtig ist, dass Straßenkreuzungen eingesehen werden können, von der Straßenseite sollten die Hausnummern lesbar sein und die Behinderung der Fußgänger ist zu vermeiden.

 

Straßengully:

 

Mit dem stetigen Wachstum der Gemeinde steigen auch die Anforderungen an die gemeindlichen Arbeiter ständig. Aus Kostengründen darf aber der Personalstand nicht vergrößert werden. Deshalb können manche Arbeiten nicht so zeitnah ausgeführt werden wie es sein sollte.

 

Der Gemeinderat regt deshalb an, dass verstopfte Straßengullys von den Anliegern gesäubert werden sollten. Den Vorteil davon hätte nicht nur die Gemeinde, sondern auch der Anlieger: Er spart sich den Weg und die Zeit zur Meldung des Mangels und die zeitgerechte Beseitigung ist auch gewährleistet.

 

Bei dieser Gelegenheit möchte sich unser Bürgermeister bei den Bürgerinnen und Bürgern bedanken, die bereits jetzt schon den einen oder anderen Handgriff für die Gemeinde ganz selbstverständlich übernehmen, wie zum Beispiel: Straßenränder pflegen, gemeindliche Flächen mähen, Gully ausräumen, usw.

       

Nach oben